Wovor du deinen Welpen schützen solltest

 

Hundeseuche

 

Krankheitsbezeichnung: Parvovirose

Name des krankmachenden Virus: Canine Parvovirus

Stammt aus der Virus - Familie: Parvoviridae

Definition: Die canine Parvovirose ist eine hoch ansteckende und akut verlaufende Infektionskrankheit von Hunden. 

Symptome - Krankheitsverlauf:

Parvovirose ruft bei ca 10% der infizierten Hunden Symptome hervor. Die anderen Hunde zeigen keine Beschwerden, scheiden aber den Erreger über den Kot aus und bilden Antikörper. Diese Hunde sind 2 - 3 Jahre vor dem Virus geschützt. Die Antikörper gehen von der Muttermilch (Kolostrum) auch auf die Welpen über. Dies verhindert eine Infektion in den ersten 8-12 Wochen mit dem Erreger. Der Erreger dringt über die Nasen - Maulschleimhaut in den Körper ein. Er benötigt zur Vermehrung Zellen mit hoher Teilungsrate, deshalb befällt er besonders die fortwährend stark regenerierenden Zellen, des Darmepithels, Knochenmarks und des lymphatischen Systems. Es kann auch der Herzmuskel befallen sein und zu Embryoschädigungen kommen. Meistens sind Jungtiere betroffen, weil ihr Immunsystem noch nicht genügend entwickelt ist. Die schwersten Krankheitsverläufe werden bei Welpen beobachtet. Bei schweren Verlaufsformen tritt innerhalb von 24 - 48 Stunden der Tod ein. 3 - 12 Wochen alte Hunde sterben häufig an der Infektion, ohne dass es zu Ausprägung klinischer Symptome gekommen ist. Hier kommt es infolge des Befalls des Herzmuskels zum akuten Versagen der Herz- Kreislauf- Funktion. Die Erkrankung kündigt sich mit dem Auftreten von Fieber (39,5 - 41,5°C) an. Der Hund wirkt abgeschlagen und verweigert das Fressen. Dazu kommt, dass der Hund erbricht und einige Stunden später treten wässrige, zum Teil blutige Durchfälle auf. Durch den starken Flüssigkeitsverlust trocknet der Hund aus.

Komplikationen: Vor allem bei Jungtieren lösen die Parvoviren in seltenen Fällen schwere Herzerkrankungen aus.

Besonderheiten: Der Erreger ist gegenüber Umwelteinflüssen sehr unempfindlich. Bei Raumtemperatur bleibt er 6 -12 Monate infektiös, die meisten handelsüblichen Desinfektionsmittel machen ihn nicht unschädlich.

Nachweis - Diagnose:

Bei einem Hund mit den genannten Beschwerden wie hohes Fieber, Durchfall und Erbrechen und ist er nicht gegen Parvovirose geimpft, ist eine Blutuntersuchung sinnvoll. Bei erkrankten Tieren sind im Blut weniger weiße Blutkörperchen vorhanden (Leukopenie). Die Anzahl der Leukozyten sinkt bei typischen Verläufen auf Werte um 500 bis 3000 pro Mikroliter. Weil die Veränderung des Blutbilds und die Symptome auch bei anderen Erkrankungen auftreten, ist es sinnvoll weitere spezielle Testverfahren durchzuführen. Die Viren lassen sich mittels Schnelltests aus dem Kot nachweisen (Antigen - Elisa). Es gibt auch noch die Möglichkeit bei ungeimpften Hunden Antikörper im Blut nachzuweisen (immunologischer Test).

Impfung: Um Parvovirose vorzubeugen ist es sinnvoll Hunde zu impfen. Deshalb sollten Hunde durch eine Grundimmunisierung und anschließende Wiederauffrischungsimpfung geschützt werden. Welpen haben oft sehr langen Schutz durch mütterliche Antikörper, deshalb variiert der richtige Zeitpunkt für den Beginn einer Grundimmunisierung. Die Impfkommission empfiehlt für junge Hunde eine Erstimpfung im Alter von acht Wochen, vier Wochen später die Zweiteimpfung und mit 16 Wochen die dritte Vakzination, sowie eine Wiederauffrischung nach 15 Monaten. Ab dem zweiten Lebensjahr ist eine Wiederauffrischung im dreijährigen Rhythmus ausreichend. Sollte ein Welpe erst nach zwölf Wochen erstmals geimpft werden, reichen zwei Impfungen im Abstand von drei bis vier Wochen und einen Auffrischung nach einem weiterem Jahr zur Grundimmunisierung. Es sind auch Impfstoffe verfügbar, mit denen Hunde  bereits in der sechsten Lebenswoche geimpft werden können.

Sonstiges: Bei Verdacht einer Infektion mit der Hundeseuche, sollte der Hund so schnell wie möglich zum Tierarzt. Die Heilungschancen des Hundes sind stark davon abhängig, ob die Infektion rechtzeitig behandelt wird.

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