Fellpflege beim Hund

 

Das Fell richtig pflegen

 

Regelmäßige Fellpflege festigt nicht nur die Bindung zwischen Mensch und Tier. Sie stärkt das Wohlbefinden und die Gesundheit des Tieres. Durch das Kämmen und Striegeln glänzt das Fell, ist gesund, die Haut kann atmen, das Immunsystem wird gestärkt und das Tier ist mit einem gesunden Fell besser gegen Hitze und Kälte geschützt. Zusätzlich werden durch das Bürsten Staub, Schmutz und abgestorbene Haare entfernt, gleichzeitig massiert es die Haut und regt die Blutzirkulation wie auch die Talgproduktion an.

Der intensive Körperkontakt bei der Fellpflege bewirkt:

•                dass sich der Tierhalter und sein Tier besser kennenlernen

•                dass der Tierhalter eventuelle Krankheiten frühzeitig erkennt

•                dass eine gute Vertrauensbasis geschaffen wird

Fellpflege schon im Welpenalter beginnen

Es ist ratsam, mit der Fellpflege bereits von klein auf zu beginnen. So kann sich das Jungtier an die Fellpflege gewöhnen und lernt diese zu akzeptieren. Außerdem erkennt der Tierhalter frühzeitig durch regelmäßige Pflege eventuelle Hauterkrankungen, Parasitenbefall oder Zecken.

Nehmen Sie sich die Zeit, um Ihren Hund in Ruhe an die Manipulation zu gewöhnen. Am besten Sie beginnen mit kurzen Übungseinheiten (täglich 5 Minuten), um den Welpen nicht zu stressen. Sie sollten liebevoll aber auch konsequent vorgehen. Wenn das Tier die Fellpflege verweigert, geben sie nicht gleich nach. Während und vor allem im Anschluss der Fellpflege belohnen Sie ihren Hund für gutes Benehmen mit Leckerlis und verbalem Lob.

Wie pflege ich das Fell eines Hundes?

Die Fellpflege bei Hunden ist von der Rasse und der Art des Haares sowie von der Jahreszeit abhängig. Im Frühjahr und im Herbst ist das Bürsten und Kämmen des Fells besonders wichtig, da zu dieser Zeit bei den meisten Rassen der Fellwechsel stattfindet und abgestorbene Haare entfernt werden müssen. So kann das Fell schöner nachwachsen.

Unterschiedliche Haararten und deren Pflege:

•                Langhaar: Collie, Berner Sennenhund, Neufundländer = tägliche Fellpflege (vor allem am Kopf, Fang, unter den Achseln, rund um die Genitalien sowie die Pfoten)

•                Kurzhaar: Boxer, Rhodesian Ridgeback, Französiche Bulldogge = 1x wöchentlich Kämmen

•                Stock oder Stichelhaare: Schäferhund, Appenzeller = täglich Bürsten (Striegel und Kämmen)

•                Stichelhaar = durch sanftes Zupfen entfernen

•                Rauh- Drahthaar: Terrier, Rauhhaardackel = 1x wöchentliches Kämmen und Trimmen( Auszupfen toter, aber auch gesunder Haare aus dem Fell)

Beim Striegeln werden die abgestorbenen Haare der Grundwolle entfernt. Man striegelt zuerst in Wuchsrichtung des Fells, anschließend ein zweites Mal mit sanftem Druck gegen die Wuchsrichtung. Gelegentliches Baden mit einem speziellem Hundeshampoo (da der pH-Wert des Hundes nicht eines Menschen entspricht) ist okay.

Wichtiger Hinweis:

Hunde mit einem mehrschichtigem Fell oder Fell mit Unterwolle dürfen auf keinen Fall geschoren werden! Hierzu gehören beispielsweise diese Hunderassen: Golden Retriever, Collie, Neufundländer, Berner Sennenhund. Beim Scheren werden Deckhaar und Unterwolle auf die gleiche Länge gestutzt. Da die Unterwolle schneller wächst als das Deckhaar, wird die Unterwolle nach dem Scheren das Deckhaar überwuchern und verkümmern lassen. Zusätzlich ist der Hund durch die Schur nicht mehr vor der Sonneneinstrahlung geschützt. Diese verbrennt die Hautschichten, und Kapillare, die zu den Haarwurzeln führen, „verschmelzen“ und verhindern das Nachwachsen des Fells (Clipper- Alopezie).

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